Wenn man vom Lake Louise nach Jasper fährt, fühlt man sich wie auf einer Reise durch die Eiszeit, nur mit wärmeren Temperaturen und besseren Snacks.
Episches Jasper: 10 Stops auf dem Weg zu einer richtigen Bergstadt
Von Lori McNulty
![]() |
| (c) Caroline West, Canadian Tourism Commission |
Das war sie. Meine 230km (143-mi), epische Icefields Parkway Reise in Alberta.Ich fahre an gewölbten Bergen mit zackigen Schneebrücken vorbei, biege zum milchig-blauen Peyto Lake ab. Bald lege ich einen Stop ein und hole mir einen Tee bei Simpson’s Num-Ti-Jah Lodge, wo das kalte, bläuliche Eis des Crowfoot Gletschers über das türkisfarbene Wasser ragt.
Innerhalb der muffigen Lodge die mit Leder und Holz ausgekleidet ist, finde ich eine Mauer mit Geweihen und ein Tablett mit frischen Muffins. Zeitlos. Frisch mit Cafe gestärkt, fahre ich weiter um hoch aufragende Gletscher zu entdecken, die Kegeln aus Schlagsahne ähneln und an deren Basis sich türkisfarbene Flüsse entlang schlängeln. Was sind wohl diese schwarzen Flecken in dem Talkessel? Schokoloade Chips? Ich fahre an die Seite und finde heraus, dass es Menschen sind, die durch die hoch aufragenden Kuppeln wie Zwerge wirken.
Später fängt mein Radio an zu krachen und mein Handy hat immer weniger Empfang. Alles ist ruhig, als drei Dickhornschafe über den Highway trotten. Der Bock hält an der Mittellinie und kaut. Fünf Minuten lang warten wir erstaunt. Als ich die Icefields Interpretive Centre erreiche, bewundere ich den zurückgehenden Zeh des Athabasca Glacier (Athabasce Gletscher), von dem einige glauben, daß er vor einer Million Jahren geboren wurde. Hier gibt es weinende Wasserfälle und versteckte Buchten. Ich brauche zwei weitere Tage.
Jasper – eine Siedlung innerhalb des Jasper-Nationalparks
Als ich in Jasper ankomme, bin ich total erfrischt. Dies ist kein berühmter Ferienort. Jasper’s weite, natürliche Schönheit ist so perfekt wie auf einer Postkarte, aber die Enden sind ausgefranst. Die Gebirgsstadt hat ein bewohntes Aussehen – ein Ort, wo sich die Nachbarn noch zuwinken und Schafe auf der Hauptstraße umherwandern. Ich nehme mir warmes Gebäck bei Bear’s Paw Bakery mit und mache mir eine Notiz, später das lokale Brauhaus zu besuchen. Als ich am nächsten Morgen um einen smaragdgrünen See herumwandere, sehe ich undeutlich einen gehörnten Elch im nahen Wald. Seine weichen, braunen Augen haben einen friedlichen Ausdruck und dieses Gefühl lasse ich auf mich wirken. Kein Wunder, daß die Stadt die Form eines Bumerangs hat.
10 Stops auf dem Weg zum ‚Echten‘ Jasper
1. Ice, ice, Baby: Auf dem Columbia Icefield herumwandern
Übrig geblieben aus der Eiszeit ist das Columbia Icefield das größte Eismassiv entlang der Rocky Mountains, es erstreckt sich über 325 qkm (125 sq mi). Stoppt beim Icefields Interpretive Centre um den phantastischen Ausblick auf den Zeh des Athabasca Gletschers zu genießen, bucht eine Ice Explorers tour oder nehmt an einer geführten Tour teil. Plant Euren Icefields Parkway Trip hier. Oder folgt den Experten von Travel Alberta hier.
2. Ein Engel bei meinem Gletscher: Bergwandern am Mount Edith Cavell
Fahrt die kurvenreichen Serpentinenstraßen zum Mount Edith Cavell und verliebt Euch in den blau-gefärbten beflügelten Gletscher. Der puderblaue Gletscher kann leicht über einen Pfad erreicht werden, der um einen See führt, der voll schwimmender Eismassen ist. Erkundet Eishöhlen, Eisberge und hängende Gletscher, oder folgt dem Pfad zu den Cavell Meadows—bedeck mit alpinen Wildblumen – es ist definitiv den Schweiß wert.
3. Geboren für die Drehzahl: Motorräder und die wahre Bedeutung des Lebens
Wenn Du geboren bist um wild zu sein, aber chauffierte Bequemlichkeit bevorzugst, probier‘s mal bei Jasper Motorcycle Tours. Schnppert eine Brise Bergluft, genießt die unbehinderte Aussicht und lasst Euch von Eurem Guide die wahre Historie der Region erzählen.
4. Fabel und Bier: Trefft Parkaufseher auf dem Jasper Wildlife Festival
Trefft die Menschen, die noch nie einen Schwarzbär getroffen haben, den sie nicht mochten. Während des ‚Hinter den Kulissen Wildlife Festivals‘ im Spätsommer, leiten Parkaufseher und Biologen Demonstrationen im Park, die es den Besuchern erlauben, mehr darüber zu lernen wie man den Park und seine Tierwelt beschützt. Macht eine geführte Tour und vielleicht erhascht Ihr einen Blick auf Wölfe, Bären, Wapitis, Elche und Maultierhirsche.
5. Entdeckt Jaspers verschwindenden See: den legendären Medicine Lake
Besucht diesen seichten See wo der Maligne River sich staut und dann plötzlich unterirdisch verschwindet. Es ist wahr. Der See mit einem Durchmesser von 9km (5.5. mi), der voll ist mit Bach- und Regenbogenforellen, Angler augepasst ! – verliert auf natürliche Weise an Wasserstand wie eine gigantische Badewanne wo der Stöpsl fehlt. Falls Ihr Glück habt, seht Ihr vielleicht sogar wie ein Elch durch den See schwimmt. Karibus, Maultierhirsche, Wölfe und Bären kann man hier auch mit etwas Glück sehen.
6. Auf einer geführten Mondschein-Wanderung den Mond anheulen
Die Natur im Dunkeln hat nie besser ausgehsehen, als wenn Ihr sie zusammen mit Freunden seht unter Friends of Jasper National Park. Auf einer geführten Vollmond-Wanderung lernt Ihr etwas über die Sterne, über nachtaktive Tiere und über Kreaturen die in der Nacht heulen und schnüffeln. Die Freunde bieten auch eine sehr beliebte (und kostenlose) 1.5 stündige Tour an, in der man zu Fuß die Historie der Stadt erkunden kann.
7. Herumfahren um günstige Gelegenheiten zum Fotografieren zu entdecken: Spirit Island im Maligne Lake
Wir können uns bei Mary Schaffer, einer Frau Mitte 40 aus dem viktorianischen Zeitalter, dafür bedanken, daß sie sich in die Wildnis von Maligne Lake gewagt hat, einer Karte folgend, die von einem Stoney Indianer gemalt wurde. Folgt Ihren Spuren wenn Ihr zum Spirit Island im schönen Maligne Lake fahrt oder paddelt (diese wird als eine der meist fotografierten Inseln betrachtet), eingerahmt von Kiefern und zerklüfteten Gipfeln.
8. Fühlt das Brausen im Maligne Canyon
Dort wo der Maligne River durch die Felssohle aus Kalkstein schneidet am Maligne Canyon, stürzen schlimme Wasserfälle herab. Geht über sechs Brücken, die von Seite zu Seite schwingen, während der Canyon immer tiefer wird und unter Euren Füßen der tosende Fluß dahin schießt. Mutige Einheimische erklimmen im Winter sogar die gefrorenen Wasserfälle, wir empfehlen einen etwas zahmeren aber genauso schönen canyon ice walk.
9. Trefft mich in Miette Hot Springs
Nachdem Ihr Euren Teil an den über 1,000 km (621 mi) an Wegen im Jasper National Park zurückgelegt habt, macht den Trip nach Miette Hot Springs, nur eine Stunde Fahrt entfernt von der Stradt. Badet in Mineralwasser, ganz verborgen im Fiddle Valley.
10. Auf, auf und wach: die Jasper Seilbahn Erfahrung
Es ist schwer, die Unermesslichkeit von Kanadas größtem Rocky Moutain Park in sich aufzunehmen. Also, wenn Ihr Euch nach einem Panorama sehnt, das alles andere übertrifft, dann ist die Jasper Tramway genau das Richtige für Euch. Um einen absolut brillianten Ausblick zu haben, nehmt Euch die sieben Minuten Zeit und klettert über die Baumgrenze. Bringt Euch ein Picknick mit oder esst zu Mittag im Treeline Restaurant.
Text und Foto: © Copyright Canadian Tourism Commission,
Skiurlaub in Jasper und Marmot Basin gibt’s hier zum online buchen.
Der Artikel darf ausschließlich unter diesen Bedingungen veröffentlicht werden.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen